Einsatz von Sondennahrung
Sondennahrung ist indiziert, wenn die orale Nahrungsaufnahme unzureichend oder nicht möglich, aber der gastrointestinale Trakt funktionstüchtig ist. Die Nahrung wird mittels Sonde über Schwerkraft oder ein Pumpensystem appliziert. Typische Indikationen umfassen:
- Dysphagische Störungen (zum Beispiel bei zerebrovaskulären Insulten)
- Neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
- Onkologische Erkrankungen, etwa mit tumorbedingter Kachexie
- Schwere chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
- Gastrointestinale Resektionen
- Intensivmedizinische Betreuung
Die ernährungstherapeutischen Ziele bestehen in der Erhaltung oder Wiederherstellung eines stabilen Ernährungszustands, Aufrechterhaltung der Muskelmasse sowie Stärkung des Immunsystems. So soll die Genesung unterstützt und die individuelle Krankheitsprognose verbessert werden.1
Je nach Krankheitsbild des Patienten kann die Sondennahrung mit einer Trinknahrung oder einer parentalen Ernährung kombiniert werden.