Was versteht man unter Ernährungsmedizin?
Die Ernährungsmedizin erforscht zum einen die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krankheit. Zum anderen wendet sie ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse zur Prävention und Therapie von ernährungsabhängigen Erkrankungen klinisch an (Ernährungstherapie).
Was ist medizinische Ernährung?
Medizinische Ernährung umfasst speziell formulierte Nährstofflösungen zur unterstützenden oder vollständigen Ernährungstherapie. Dazu gehören Trink- und Sondennahrung (enteral) sowie intravenöse Nährstoffzufuhr (parenteral), die individuell auf den Stoffwechsel und das Krankheitsbild des Patienten abgestimmt sind.
Wann bekommt man eine Ernährungstherapie?
Eine Ernährungstherapie wird eingesetzt, um die Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten zu ergänzen oder bei krankheitsbedingten Ernährungsprobleme zu unterstützen, beispielsweise bei Mangelernährung, onkologischen, gastrointestinalen, neurologischen oder Stoffwechselerkrankungen.
Wie funktioniert eine Ernährungstherapie?
Eine Ernährungstherapie folgt einem Stufenschema:
- Anpassung der oralen Ernährung,
- Enterale Ernährung mit Trink- oder Sondennahrung,
- Parenterale Ernährung, falls enterale Ernährung nicht möglich ist.
Die Therapie wird individuell angepasst und interdisziplinär begleitet.
Wird eine Ernährungstherapie von der Krankenkasse bezahlt?
Ja, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht, bezahlt die Krankenkasse in der Regel eine Ernährungstherapie. Die Kostenübernahme für enterale oder parenterale Ernährung erfordert eine ärztliche Verordnung und ist abhängig von der Indikation sowie den spezifischen Regelungen der Krankenkassen.