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Verbesserung der Lebensqualität im Fokus: Ernährungsstrategien für onkologische Wundpatienten

3. Juli 2019

Bad Homburg, 09. Mai 2019 – Ein gesamtheitliches Palliativmanagement von Tumorpatienten sollte neben der Behandlung der Grunderkrankung auch patientenindividuelle Bedürfnisse berücksichtigen. Ein Hauptau­gen­­merk liegt dabei auf einer bedarfsdeckenden Ernährungssub­stitu­tion, um die Lebensqualität signifikant zu steigern. Eine effektive Wundversor­gung bildet den weiteren Schwerpunkt der individuellen Behandlungsstrategie. Im Rahmen des Deutschen Wundkongresses in Bremen gaben Experten auf dem von der Firma Fresenius Kabi Deutschland unterstützten Symposium „Tumorwunde und Ernährung – Hand­lungs­si­cher­heit für die Praxis“ Tipps, wie sich Ernährungstherapien und Wundversorgung von Tumor­patienten einfach und effizient aufeinander abstimmen lassen.

Die palliative Versorgung von Patienten mit malignen Erkrankungen bedarf eines ganzheitlichen Konzeptes, um das Allgemeinbefinden zu verbessern. Die Ernährungstherapie nimmt darin einen großen Stellenwert ein und kann die Lebensqualität signifikant verbessern. „Untersu­chun­gen haben nachgewiesen, dass ein unfreiwilliger Gewichtsverlust während der aktiven Phase einer Tumorerkrankung zu einer erhöhten Komplikationsrate und gesteigerten Mortalität führen kann“, berichtete Dr. med. Thomas Eberlein, Dermatologe, Venerologe und Allergologe von der Deutschen Wundakademie DWA, Leipzig. Wichtig für die Wahl der unterstützenden Maßnahme ist jedoch die Berücksichtigung der individuellen Situation des Patienten und die Anpassung an den Krankheitsverlauf. „Möglich ist eine Ernährungstherapie von der Behandlung einer Schluckstörung mittels konsistenzadaptierter Trinknahrung über Sondenernährung bis hin zu einer partiellen oder vollständigen parenteralen Ernährung“, so der Experte.

Ganzheitliche Versorgung aller erkrankungsspezifischen Aspekte
Neben den Maßnahmen zur Verbesserung des Allgemeinbefindens, nimmt die Wundversorgung einen weiteren, großen Stellenwert im Rahmen des gesamtheitlichen palliativen Konzeptes ein. „Hier stehen vor allem die Schmerzreduktion sowie die Beherr­schung lokaler Probleme wie Übelgeruch, Tumorzerfall, Infektion und über­schießende Exsudation im Mittelpunkt“, erklärte Gabriele Weigold, Fachtherapeutin Wunde, Palliativ-Fachkraft, Hof. Die Entwicklung von Handlungsempfehlungen hatte zum Ziel, einen praxisnahen Weg zur Abklärung, Unterstützung und Evaluation der Ernährung an der konkreten Patientensituation aufzuzeigen. Aufgrund der sehr heterogenen und individuell unterschiedlichen Bedarfslage können diese jedoch nur grundlegende Domänen definieren. Demnach sollte sowohl der Ernährungsstatus beurteilt und optimiert, der psychologische Zustand verbessert und der Sozialstatus mit Hilfe von Hausarzt, Pflegedienst und Angehörigen gesteigert werden. Bei der palliativen Wundbehandlung kommt es, anders als beim kurativen Ansatz, nicht auf die Reduzierung oder Abheilung der Wunde an. „In der palliativen Wundbehandlung liegt der besondere Fokus auf der Förderung der Lebensqualität des Betroffenen, die Ziele des Patienten werden zu den Zielen des Behandlers“, erläuterte Björn Jäger, Pflegetherapeut Wunde und Vorstandsmitglied der ICW e.V., Lingen.

Aus der Praxis für die Praxis
Verdeutlicht wurde dieses Vorgehen anhand einer großen Zahl von Praxistipps zur Anwendung im Versorgungsalltag sowohl für die Schwerpunkte Ernährung, allgemeine pflegerische Maßnahmen wie auch wundversorgerische Möglichkeiten. Diese Hinweise können natürlich ausschließlich Empfehlungscharakter haben und basieren auf umfassenden Expertenerfahrungen, da wissenschaftliche Daten weitestgehend fehlen.
Aus den vielfältigen Herausforderungen in der palliativen lokalen Wundversorgung sticht auch immer wieder die Frage nach einer praktikablen Wundreinigung heraus. Die Praxisempfehlungen lauten hierbei: kein Wischen oder Reiben bei der Reinigung wegen der erhöhten Blutungsgefahr; Akzeptanz auch eines unvollständigen Reinigungsergebnisses zugunsten der Gewebeschonung, Verwendung polihexanidhaltiger Lösungen (0,04 %) bei Infektionsverdacht und Anwärmen der Wundspüllösung vor Gebrauch [Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung, Langversion 2.01 (Konsultationsfassung), 2019, AWMF-Registernummer: 128/001O].

Service aus einer Hand
Fresenius Kabi Deutschland GmbH, kompetenter Partner bei der Versorgung von Menschen, bietet Lösungen aus einer Hand. Neben Produkten und Dienstleistungen für die Ernährungstherapie führt das Unternehmen – in der außerklinischen Versorgung – auch Produkte zur modernen Wundversorgung, Hautschutz und Kompressionstherapie des Kooperationspartners 3M. Das Angebot wird durch verschiedene Service­angebote unterstützt. Interessierte können die Handlungsalgo­rithmen für die Gestaltung der Ernährung von Wundpatienten kostenlos bei der Kundenberatung der Fresenius Kabi Deutschland GmbH anfordern. Die Kontaktdaten sind: Tel.: 0800 / 788 7070, E-Mail: kundenberatung@fresenius-kabi.de.

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