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Fresenius Kabi unterstützt den Duschbus von GoBanyo mit einer Spende

19. Januar 2021

Bad Homburg, 19.01.2021 – Auch im Jahr 2020 gab es von Fresenius Kabi Deutschland traditionsgemäß eine gemeinnützige Spende. Dieses Mal gingen 20.000 Euro an GoBanyo aus Hamburg. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, in dem der Zugang zu sanitären Anlagen für Obdachlose ermöglicht wird.

Waschen ist Würde – körperliche Hygiene gehört für die meisten von uns zum Alltag. Doch für obdachlose Menschen ist der Zugang zu sanitären Anlagen häufig unmöglich. Dadurch entstehen Barrieren für eine soziale Teilhabe.

Körperpflege steigert die mentale und körperliche Gesundheit

Bei GoBanyo weiß man genau, was diese Barrieren bedeuten. Der Mitgründer Dominik Bloh lebte selbst 10 Jahre lang auf der Straße. Gemeinsam mit Chris Poelmann, Tobias Peschel und Gülay Ulaş entstand dann das gemeinnützige Projekt. Ein gespendeter Linienbus wurde zu einem Duschbus umgebaut. Dieser bietet nun obdachlosen Menschen in Hamburg die Möglichkeit, kostenlos zu duschen. Aber der Service geht darüber hinaus: Die Besucher erhalten Handtücher, frische Unterwäsche und weitere Hygieneprodukte. Außerdem wird das Angebot durch Kooperationen stetig erweitert – zum Beispiel um Haarschnitte oder Besuche des Arztmobils.

Eine Spende mit großer Reichweite

Die Non-Profit-Organisation war zunächst ein soziales Start-up, die über Crowdfunding in nur sechs Wochen 177.000 Euro für den Umbau des Linienbusses sammelten. Für die wohltätigen Unternehmer haben die zusätzlichen 20.000 Euro von Fresenius Kabi Deutschland eine große Bedeutung: „Damit können wir vielen Menschen helfen“, sagt Gülay Ulaş – die Mitbegründerin von GoBanyo. „Gerade als Nichtregierungsorganisation, die unabhängig funktioniert, sind wir auf Spenden angewiesen, die unabhängig von einem bestimmten Verwendungszweck sind.“, fügt sie hinzu. „Die Spende ist zunächst dafür gedacht, den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Aber wir haben auch weitere Ideen – wir brauchen zum Beispiel dringend ein Lastenrad für umweltfreundlichen Gütertransport“, erläutert die Mitgründerin.

Mehr als Hygiene – Wege aus der Wohnungslosigkeit

Durch Vernetzung mit anderen Organisationen ist es GoBanyo gelungen, einigen Obdachlosen aus der Hilflosigkeit zu helfen. Mit vereinten Kräften konnten bereits Menschen in ein selbstbestimmtes Leben begleitet werden. „Das ist das, wonach wir streben. Es ist oft kaum zu glauben, wie sich Menschen bereits nach einer Woche wandeln können, wenn man ihnen eine Chance gibt! Man sieht strahlende Augen, neue Hoffnung, neuen Mut – denn Waschen ist Würde, aber Housing comes first. Deswegen setzen wir uns auch für die Unterbringung wohnungsloser Menschen ein“, erläutert Gülay Ulaş.

„Die tägliche Hygiene ist für viele von uns selbstverständlich“, erklärt Andrej Mieth, Geschäftsführer von Fresenius Kabi Deutschland. „Aber für viele andere Menschen in unserer Gesellschaft ist sie das leider nicht. Durch die Unterstützung von GoBanyo wollen wir diese scheinbare Selbstverständlichkeit auch denen ermöglichen, für die es nicht selbstverständlich ist. Das ist nicht nur unsere gesellschaftliche Verantwortung als erfolgreiches Unternehmen, sondern auch unser innerstes Bedürfnis, anderen Menschen ehrlich zu helfen.

Eine Spende von Fresenius Kabi Deutschland für GoBanyo gGmbH aus Hamburg in Höhe von 20.000 € sorgt für Sicherheit in unübersichtlichen Zeiten. Abgebildete Personen v.l.n.r: Boris Bromm, Andreas Röske, Dagmar Scherrer, Andrej Mieth, Marcel Oster, Christian Schäfer, Stefan Blei, Daniel Schick

Christian Poelmann von GoBanyo mit dem Scheck von Fresenius Kabi Deutschland.